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Vietnam

Oh mann, das war der krasseste Schock ever am Flughafen von Luang Prabang nach Hanoi.... Ich sass da ja schon die ganze Zeit und musste superlange warten, und die Anzeige hat dann die ganze Zeit angekuendigt, dass der Flug auch noch ne halbe Stunde spaeter abfliegen soll als geplant.... und ploetzlich hat sich das geaendert und ich hatte nur noch weniger als ne halbe Stunde bis zum Abflug und ich war noch nichtmal eingecheckt..... (hat mich an Maik erinnert, der ja seinen Flug schonmal verpasst hat.. ne Maik? ) Ich bin also ganz schnell zum Schalter gerannt und die waren da schon alle am einpacken... es gab keine Anzeige nach Hanoi und kein gar nichts.. ich hab dann schon halb in Panik nach dem Flug gefragt und der Typ meinte: "too late!" Oh mann. Ich war ziemlich kurz vor einem Herzinfarkt. Ich hab dann voll angefangen rumzubetteln und gesagt, dass ich da ja schon ewi sass etc. und dann hat der Typ zu der Frau am Schalter gesagt, dass sie mich noch einchecken soll... die war auch uebelst genervt und hat nur noch mit den Augen gerollt, es aber letztendlich gemacht....... Puh. Der Flug selbst war dann ohne weitere Probleme, eine super kleine Maschine und der Flug selbst hat auch nur 1 Stunde und 15 Minuten gedauert. Vom Flughafen in Hanoi hab ich mir dann einen Bus organisiert, der mich nach Hanoi City gebracht hat. Mein Hostel hab ich dann auch gut gefunden, um halb 12 war ich dann endlich da. Ich bin dann quasi auch direkt ins Bett gegangen. Am naechsten Tag bin ich ein bisschen in Hanoi rumgelaufen und hab Sightseeing gemacht. Die Haeuser sind da echt ganz suess, alles so schmale Gebaeude eins am andern mit Balkons und Blumen, alles schon etwas aelter (zumindest im Old Quarter). Ansonsten hat mir Hanoi ueberhaupt nicht gefallen. Ich bin echt nicht so der Typ fuer Grossstaedte. Die Leute waren superunfreundlich und an jeder Ecke wurde man angesprochen um irgendwas zu kaufen. Man musste dann jedes Mal ca. 5 Mal "Nein" sagen, bis die es kapiert haben.. irgendwann war ich wirklich extrem genervt.. man wird ja alle 2 Meter von sonem Fuzzi angesprochen, da kann man sich das ja mal ausrechnen wie oft ich das Wort no benutzt hab.. Nachmittags war ich dann im Water Puppet Theater. Das wurde mir von den Maedels auf meinem Zimmer empfohlen. Wie der Name schon sagt, eine Show mit so einer Art Marionetten (anstelle von Faeden allerdings auf Stoecken), die quasi auf dem Wasser tanzen und gehen etc.. Dazu wurde dann traditionelle vietnamesische Musik gespielt und Erklaerungen gabs aus dem Programm. Uns wurde naemlich die vietnamesische Kultur naeher gebracht, ich hab also auch was gelernt da Abends gabs dann fuer eine Stunde Freibier in meinem Hostel :D Hab dann ganz viele Leute kennengelernt und wir sind spaeter noch in ein paar Bars und Clubs gegangen. Das Problem ist, dass auch Hanoi eine Sperrstunde hat, ich glaub so gegen 12 machen da alle Bars zu und die Polizei kommt etc. Irgendein Maedel hat dann geschrien: "Let's all go to my place!" und bestimmt 20-30 Leute sind ihr hinterhergelaufen – mich eingeschlossen. Das Haus sah tatsaechlich aus wie eine Privatwohnung – aber als wir drin waren war das voll der Club! Und ich hab die Maedels aus England wiedergesehen Total witzig. Die waren naemlich doch in nem anderen Hostel als ich und dann sind wir alle in demselben Club mitten im Nirgendwo gelandet...

Am naechsten Tag bin ich dann mit dem Bus nach Halong Bay gefahren. Eigentlich hatte ich ueberlegt, auf einen der Boat cruises zu gehen, aber der war dann schon ausgebucht, deswegen dachte ich, ich organisier das einfach selber. Da angekommen hat sich rausgestellt, dass das nicht soo die gute Idee war... das einzige Hostel war naemlich ausgebucht und ich musste mir ein Hotelzimmer fuer 15 Dollar nehmen.. Vergleichsweise eher teuer hier, sonst bezahl ich meist so um die 4 Dollar. In Halong City war auch nicht so viel los und ich war noch ziemlich fertig von der Nacht zuvor, deswegen hab ich erstmal einen Mittagsschlaf gemacht. Abends bin ich ein bisschen ueber die Nightmarkets geschlendert und dann auch schon frueh ins Bett gegangen, hatte fuer den naechsten Tag naemlich einen Bootsausflug gebucht. Da gabs auch wieder einige Probleme, die mich in meiner leider eher negativen Meinung ueber Vietnamesen bestaetigt haben ... der Ausflug selbst war dann aber doch ganz gut. Gluecklicherweise war noch ein Franzose und eine Belgierin an Bord, mit denen ich mich ganz gut verstanden hab. Die Umgebung sah ein bisschen aus wie in Milford Sound in Neuseeland oder Aonang, Thailand.. Riesige Felsen im Meer – leider sehr touristisch. Superviele Boote und in der Tropfsteinhoehle, die wir spaeter besichtigt haben, waren auch bestimmt 100-150 Touris. Abends bin ich dann mit dem Uebernachtbus nach Sapa gefahren.

Sapa fand ich richtig toll. Das war so ein kleines suesses Bergdorf mit einem See. Am ersten Tag war es etwas bewoelkt und weil das Dorf so hoch liegt, sind die Wolken quasi in die Stadt geschwommen, sah ein bisschen aus wie Nebelschwaden. In der ganzen Stadt laufen Frauen in ihrer traditionellen Kleidung von den umliegenden Doerfern herum, die einem irgendwas verkaufen und einen mit zum Trekking zu ihrem Dorf nehmen wollen. Ich hab dann eine Trekkingtour fuer den naechsten Tag von meinem Hostel aus gebucht, weil mir die Touristeninformation gesagt hat, es waere nicht sicher, mit denen alleine mitzugehen.. hab aber einen anderen Typen getroffen der das gemacht hat und der meinte, das waere echt super und ueberhaupt nicht bedenklich gewesen und die Touristeninformation haette mir nur ne Tour verkaufen wollen..... das ist das, was ich meine, man wird hier entweder beschissen oder belogen oder beides.. Macht keinen guten Eindruck. Naja.. nachmittags hatte ich auf jeden Fall einen Kochkurs Wir sind zuerst auf dem Markt einkaufen gegangen (auch Huehnchen.... das lag da einfach nur unter sonem Geschirrtuch ohne Kuehlung etc... aber angeblich jeden Tag frisch geschlachtet) und anschliessend haben die alles in einer Art Schaufenster zur Strasse hin aufgebaut, sodass alle mich beobachten konnten, wie ich gekocht hab Ich hab mich fuer die frische Fruehlingsrolle und ein vietnamesisches Chicken Curry entschieden. Die Fruehlingsrollen waren echt suuper lecker. Die haben mir sogar noch beigebracht, ne passende Sosse zu machen und ausserdem, wie man eine Rose aus der Haut einer Tomate macht Voll toll. Nachher hat die Besitzerin sich noch voll Zeit genommen und mir nochmal alle Zutaten diktiert, damit ich mir das Rezept aufschreiben und spaeter zu Hause nachkochen kann Abends war ich mit den Israelis von meinem Zimmer noch was trinken, das war auch ganz witzig.

Am naechsten Tag bin ich dann zum Trekking aufgebrochen. Die Israelis sind auch mitgekommen, haben sich aber fuer eine eintaegige Wanderung entschieden, waehrend ich noch eine Uebernachtung dazugebucht hab. Wir – spaeter dann eine Gruppe von 6 Leuten und dem Tourguide – sind dann entlang der Reisfelder gewandert und hatten so einen schoenen Ausblick!! Das war bis jetzt echt einer der schoensten Orte, die ich gesehen hab. Leider kommt das auf den Fotos nicht annaehernd so rueber, man kann einfach diese Weite nicht so einfangen... Die einheimischen Frauen haben uns auf unserer Wanderung begleitet und uns teilweise geholfen, wenn es sehr steil oder rutschig war. Und es war sehr rutschig. Und matschig. Ich hatte irgendwie immer zwei von denen an meiner Seite, die haben einfach meine Hand genommen und mich da ueberall rumgefuehrt und mich davor bewahrt, in den Matsch zu fallen.. Nachmittags sind wir dann in unserem Homestay angekommen. Ich dachte ja eigentlich, dass wir in einer Familie uebernachten wuerden... aber das war mehr eine Art guesthouse, einfach ein paar Matrazen auf dem Boden und ein vietnamesisches Paerchen, was dann fuer uns gekocht hat.. das hatte aber irgendwie so gar nichts mit dieser ECHTEN Erfahrung zu tun, die ich erwartet hatte.. schade. Aber wenigstens gabs ne Dusche und n vernuenftiges Klo. Abends sind wir dann in die Bamboo Bar gegangen, die wird von einem Hollaender und seiner vietnamesischen Frau gefuehrt und war echt gemuetlich. Ich hatte einen Baileys-Shake............. einer der besten Shakes meines Lebens!!! Hab mir natuerlich das Rezept geben lassen.. freut euch schonmal

Am naechsten Tag sind wir dann durch den Bambuswald gewandert. Da war es noch viiiel matschiger und rutschiger. Diesmal haben uns ein paar Maedels im Alter von 6-12 Jahren begleitet und uns gezeigt, wo wir am besten langgehen sollten. Die wollten natuerlich, dass wir spaeter was von denen als Gegenleistung kaufen....... da ich diese Kinderarbeit nicht unterstuetzen wollte, habe ich denen einfach ein paar Kekse angeboten. Das erste Maedel war voll gierig, die hat sich gleich drei genommen und nichtmal danke gesagt, ich hab sie dann gezwungen mit den andern zu teilen... Spaeter hab ich die restlichen dann auch noch verschenkt und die waren echt so suess.. die haben mich mit ihren grossen Augen angeguckt und man konnte sehen, dass das echt was besonderes fuer die war.. und danke haben sie auch gesagt! Nach dem Mittagessen ging es dann leider auch schon wieder zurueck. Ich haette gut noch ein paar Tage weiter wandern koennen, hat mir echt super gefallen.

Abends hab ich dann den Nachtbus zurueck nach Hanoi genommen. Ich musste mir eine Liege von ca. 1m mit einer voellig Fremden teilen.. die war zwar nett und alles, aber es war absolut kein erholsamer Schlaf. Den Tag hab ich dann wieder in Hanoi verbracht. Wollte eigentlich in das Ho Chi Minh Mausoleum, aber als ich da endlich nach einem halbstuendigen Fussmarsch ankam, hiess es dass mein Kleid zu freizuegig waer und ich nicht reinduerfte, ich solle mir doch n Schal kaufen. Soo unbedingt wollte ich es dann auch nicht sehen..... Bin dann einfach shoppen gegangen und hab mir in der Schuhstrasse ein paar Vans gekauft Spaeter hab ich mich noch auf einen traditionell vietnamesischen gruenen Tee mit Limetten und Zucker mit Helen getroffen, die Belgierin von der Bootstour in Halong Bay. Danach bin ich auch schon direkt weiter mit dem naechsten Nachtbus nach Hoi An gefahren. Das war bis jetzt die schlimmste Fahrt, die ich hatte. Ich war mit 4 anderen auf der "Rueckbank" des Busses, wo man uebelst durchgeschleudert wurde, seine Rueckenlehne nicht nach hinten stellen konnte und natuerlich ueberhaupt keinen Platz hatte – ist ja alles fuer Asiaten gebaut hier. Ich hab vielleicht 2 Stunden die Nacht geschlafen und mir tat alles nachher weh.. Immerhin hatte ich nette Leute um mich rum sitzen. Da war z.B. ein spanisches Paerchen, die auf einer franzoesischen Schule waren – aber kein Wort englisch konnten. Ich hab mich dann voll lange mit dem Maedel auf einer Art franzoesisch gemischt mit spanischen, englischen und deutschen Woerten unterhalten.. :D Mein franzoesisch wird echt noch richtig gut hier Ich hab ihr dann noch ein bisschen englisch beigebracht und spaeter haben wir alle zusammen spooning gemacht – sonst konnte man auf der Rueckbank ja nicht liegen..

Hoi An hat mir auch echt super gut gefallen. Eine relativ kleine Stadt mit sehr viel Charme. Besonders wenn es anfaengt zu daemmern ist es da super schoen. Entlang des Flusses haben alle Bars Lampions aufgehaengt und alles leuchtet in verschiedenen Farben. Am ersten Tag habe ich mir ein Fahrrad gemietet (weniger als 1 Euro pro Tag, hab das direkt die anderen beiden Tage auch behalten) und bin auf eine Radtour gegangen Unter anderem war ich am Strand und hab da ein bisschen gechillt. Abends bin ich mit ein paar Australiern und einem Schweizer was essen gegangen – und natuerlich auch trinken... Ich hatte das guenstigste Bier ever – umgerechnet 15 Cent!!!!! Wahnsinn. Eins haben wir auch noch jeweils umsonst bekommen, also ist es sogar noch guenstiger Danach sind wir noch in eine andere Bar gegangen und waehrend ich das aufregendste Kickerturnier hatte, sind die irgendwie ohne mich verschwunden. Ich bin dann mit meinen neuen Freunden ins Volcano gegangen, wo wir fuer 2 Euro all you can drink hatten.... und witzigerweise hab ich da auch wieder Sarah und Rachel getroffen, die beiden Englaenderinnen

Hoi An ist bekannt dafuer, die Schneiderstadt schlechthin in Vietnam zu sein. Und ich hatte mir ja ueberlegt, mir ein Dirndl schneidern zu lassen... Also hab ich mich am naechsten Tag auf die Suche nach einem Schneider gemacht. Was eigentlich nur dadurch schwierig wird, dass es so viele von denen da gibt... Irgendwer meinte 250 Stueck.. was echt viel ist bei so einer kleinen Stadt. Ich hab dann natuerlich eine gefunden, die mir mein Dirndl schneidern wollte – fuer umgerechnet 25 Euro....!?! Jap. Das einzige Problem war nur, dass die den Ausschnitt nicht tief genug machen wollte Musste es also 2 mal zurueck zur Aenderung schicken und jetzt ist ok.. wenn auch immer noch nicht perfekt. Ich hatte irgendwo gelesen, dass man sich auch Schuhe machen lassen kann und als ich die Schneiderin das gefragt hab, hatte die natuerlich ne Schwester, die Schuhe macht... die stand dann ploetzlich auch da und hat mich mit zu ihrem Laden genommen und ich hab dann Pumps aus Leder innen und aussen fuer ca. 38 Euro massgefertigt bekommen.. Ich glaub, es ist gut, dass ich nicht noch laenger in Hoi An war... ich haette da noch so einiges kaufen koennen.. Abends war ich dann auf einem Couchsurfing Meeting. Das war auch cool Im Vergleich zu den anderen zuvor eher klein, insgesamt waren wir 15 Leute, aber nie alle zur selben Zeit da.. Erst waren wir in so einem kleinen gemuetlichen Restaurant mit Blick auf den Fluss und spaeter sind wir auf ein kleines Boot gegangen, auf dem man auch was trinken konnte und live music gespielt wurde. Die Band hat dann irgendwann Feierabend gemacht, aber die Gitarren dagelassen... also haben wir weitergespielt und gesungen Sehr netter Abend.

Am naechsten Tag hab ich nicht wirklich viel gemacht. Ich bin noch ein bisschen in der Stadt rumfahren mit meinem Fahrrad (macht ja echt so Spass ), konnte allerdings nicht zu weit weg, weil ich zwischendurch immer zu den Anproben musste.. Kurz bevor ich das Hostel verlassen hab, stand dann ploetzlich Mara vor mir :D Die hatte ich in Neuseeland kennengelernt und mit ihr und Tim die Wanderung durch den Abel Tasman National Park gemacht.. So witzig! Spaeter hab ich mir dann noch einen Motorbike driver organisiert.. bin jetzt echt dran gewoehnt, mit meinem riesigen Rucksack und meinen 2 Handtaschen als Beifahrer auf einem Roller mitzufahren... auch das Verhandeln mit denen hab ich schon voll drauf. Obwohl der nicht wirklich englisch konnte, hab ich ihm verstaendlich gemacht, dass er mich um viertel nach 5 am Hostel abholen sollte. Er hat mich da erst nicht gesehen, also hab ich ihm dann noch auf 2 Fingern hinterhergepfiffen, als er gerade wieder am Wegfahren war und er ist wieder zurueckgekommen.. haha. Bin echt schon total survival maessig. Er hat mich dann zu meiner Busstation gebracht und dann ging's mit dem Sleeperbus nach Nha Tranh. So vollgepackt hab ich auch noch keinen Bus gesehen.. die haben sogar im Gang auf dem Boden geschlafen. Man darf hier ja auch nicht selber seinen Sitz aussuchen und der driver wollte mich schon wieder hinten auf die Rueckbank packen.... also hab ich ihm gesagt, dass mir da schlecht wird.. wollte da echt auf keinen Fall wieder hin.. hat geklappt :D

Heute hab ich den Tag dann ziemlich gechillt in Na Tranh verbracht. Bin mit den Maedels aus meinem Zimmer, 2 Australierinnen, an den Strand gegangen, muss ja langsam mal an meiner Braeune arbeiten Gleich treff ich mich mit Rachel und Sarah, den Englaenderinnen, in einer Bar hier, die sind ja auch heute hier angekommen.

7.7.13 14:49
 



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