Startseite
  Über...
  Archiv
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback

http://myblog.de/sasasblog

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Red Center

Nachdem ich nochmal eine letzte Nacht in Steves Haus uebernachten konnte, ging es am naechsten Morgen auch schon direkt weiter nach Alice Springs. Die letzten Tage waren – abgesehen von den paar Sonnenstunden an den 12 Aposteln – eher gemischt und sehr regnerisch. Das Wetter war schon sehr herbstlich. Umso angenehmer war es dann, in Alice Springs wieder im Hochsommer zu sein! Als ich aus dem Flugzeug kam, waren es bestimmt wieder 30 Grad. Ueberall war roter Sand und es war echt nochmal was ganz anderes von der Landschaft her, als alles was ich bisher gesehen hatte.Ganz zu schweigen von den eine Millionen Fliegen, die sich bei dem ersten Kontakt mit der Alice Spring'schen Luft auf einen gestuerzt haben. Aaaaahhh das war vielleicht aetzend. Sobald es Abend wurde, waren die Viecher ein Glueck weg.. aber tagsueber.. schrecklich. Ich bin dann von einem Shuttlebus zu meinem Hostel gebracht worden. Das lag zwar nicht so ganz zentral, war aber trotzdem ganz nett. An dem Tag hab ich allerdings gar nicht so viel gemacht. Ich bin in die Stadt gegangen, um meine Tour zu bestaetigen und haben mir ein bisschen Proviant gekauft. In Alice Springs sitzen an jeder Ecke Aboriginals. So viele wie da habe ich in ganz Australien noch nichtauf einem Haufen gesehen. Das ist echt ein Problem hier, weil die Australier ihnen das Land weggenommen haben, bekommen die Aboriginals Zahlungen und sogar Wohnungen gestellt. Die nehmen sie aber entweder nicht in Anspruch oder zerstoeren sie nur und das Geld fliesst groesstenteils in den Kauf von Alkohol. Es sitzen also viele von ihnen einfach den ganzen Tag nur auf der Strasse oder in Parks, sind betrunken und poebeln Leute an, wenn sie sie schraeg angucken. Deshalb raten sie einem in Alice Springs auch, nicht alleine nachts durch die Stadt zu gehen... und da kann ich es auch echt verstehen.

Am naechsten Morgen wurde ich auf jeden Fall ganz frueh von meinem Tourleiter Josh abgeholt. Ich war die letzte, die von ihm eingesammelt wurde, deshalb hatte ich einen ziemlich bloeden Platz im Shuttlebus, den ich leider auch fuer die restliche Tour behalten habe. Die ersten 4 oder 5 Stunden sind wir nur gefahren. Die Strasse verlief echt die ganze Zeit nur geradeaus! Keine Kurven und nur eine T-Kreuzung auf der ganzen Strecke. Der Sand wurde immer roter je weiter wir Richtung Ziel fuhren. Unser erster Stop war der Kings Canyon. Das war ziemlich cool, auch wenn wir am Anfang alle den heart attack hill ueberwinden mussten! Bei 35-40 Grad in der prallen Sonne! Aber irgendwie hoerte es sich schlimmer an, als es letztendlich war. Der goat track in Townsville war da schon haerter... Von da oben hatte man auf jeden Fall ne super Aussicht. Josh hat uns immer was ueber die Baeume, Tiere und Gesteinsformationen erzaehlt, wie sie entstanden sind oder auch wie die Aboriginals die Pflanzen etc genutzt haben um zB Speere herzustellen oder Wunden zu verpflegen. Etwa auf der Haelfte des Weges sind wir an ein kleines Wasserloch gekommen, eiskalt und genau das richtige um uns nach dem Weg abzukuehlen! Da durften wir schwimmen gehen Als wir zurueck am Bus waren, sind wir auch nur noch zu unserem Camp fuer die Nacht gefahren. Ein Buschcamp! D.h. Keine Toiletten, keine Duschen, kein fliessend Wasser, kein Strom... wir haben ein riesiges Lagerfeuer gemacht und Josh hat fuer uns in den Kohlen gekocht. Das war echt beeindruckend, was der da alles gezaubert hat. Wir hatten sogar frisches Brot. Nach dem Essen hatten wir noch ein paar Bierchen – und ploetzlich stand Josh da und hatte einen abgetrennten Kaenguruhschwanz in der Hand! Auch den haben wir dann in den Kohlen gegart und gegessen... Hat ein bisschen gestunken, aber war eigentlich ganz lecker, ein bisschen wie Huehnchen. Er hat uns erklaert, dass das eine Aborignal-Tradition ist. Wir sind dann relativ frueh ins "Bett" gegangen. Bett war in dem Fall ein Swag. Das kann man sich wie einen Schlafsack um den eigenen Schlafsack vorstellen, der sogar eine duenne Matratze enthaelt. Der Kopf bleibt also unterm freien Himmel – und man kann die Millionen Sterne und die Milchstrasse sehen!! Super schoen!

Als Josh uns am naechsten Morgen geweckt hat, sah es noch genauso aus wie am Abend zuvor.. nur die Milchstrasse war gewandert.. es war noch so frueh, dass man kein Tageslicht sehen konnte. Nach einem schnellen Fruehstueck sind wir in unser Camp fuer die nachste Nacht gefahren, wo wir endlich duschen und auf Toilette gehen konnten!!! Es lebe der Luxus. Anschliessend ging's dann zu den Olgas. Waehrend der Kings Canyon mehr aussieht wie ein riesiger zusammenhaengender aus verschiedenen Schichten bestehender Felsblock, sind die Olgas mehrere riesige Felsen, die eine eher glatte Oberflaeche haben. Da sind wir dann auch wieder rumgewandert und haben uns alles genau angeguckt. Josh hat uns gezeigt, wie die Aboriginals die Farbe fuer ihre Malereien hergestellt haben. Danach sind wir ins Cultural Center gefahren, um mehr ueber die Geschichten etc der Ureinwohner zu erfahren. Zu dem Zeitpunkt war ich so muede, dass ich mich da nicht wirklich drauf konzentrieren konnte.... das einzige, das ich mir wirklich anguckt hab, war das 'book of sorry'. Das besteht aus Briefen von Leuten, die irgendwann einmal ein Stueck Stein vom Ayers Rock/Uluru mitgenommen haben. Ihnen ist dann irgendein Unglueck widerfahren und sie haben das darauf zurueckgefuehrt. Sie haben dann das Stueck Stein zurueckgeschickt, zusammen mit einem Brief, in dem sie alles erklaeren. Da sind die unterschiedlichsten Geschichten drin, Frauen, die ihren Mann verloren haben, ihre Kinder, das Haustier ist gestorben, irgendjemand war sogar von dem Erdbeben in Japan dabei und meinte, das Stueck Ayers Rock waere Schuld an seinem Unglueck.

Nachdem wir das Center wieder verlassen haben, haben wir den Ayers Rock zu ca. einem viertel umrundet, waehrend Josh uns wieder verschiedene Geschichten erzaehlt und uns Malereien gezeigt hat. Abends haben wir uns dann den Sonnenuntergang am Uluru angeguckt! Das war echt cool, man konnte sehen, wie er die Farbe aendert und alles. Wir hatten sogar unser Abendessen dort Danach sind wir wieder zurueck ins Camp und haben noch ein paar Bierchen getrunken, bevor wir wieder in unsere Swags zum Schlafen gegangen sind.

Am naechsten Morgen sind wir sogar noch frueher aufgestanden, als am Tag vorher. Wir wollten naemlich den Sonnenaufgang am Ayers Rock sehen! War auch wieder echt schoen, nochmal was ganz anderes als der Sonnenuntergang. Danach haben wir den Uluru base walk beendet, ich bin jetzt also einmal komplett drumrum gegangen Tja, und dann war die Tour auch schon wieder vorbei. Nach 5 Stunden Rueckfahrt und einem kurzen Halt auf einer Kamelfarm, hiess es dann schick machen fuer ein After-Tour-Treffen in der Rock Bar. Da habs fuer mich dann erstmal ein leckeres Kaenguruhfilet. Ich war allerdings so muede, dass ich da nicht wirklich lange war... Ich hatte am naechsten Morgen ja auch schon wieder meinen Flug nach Perth

12.5.13 18:27
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung